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Mein erster Arbeitstag am College Protestante

Autor: SvenjaVoelsen | Datum: 19 Oktober 2016, 17:21 | 1 Kommentare

Heute hatten Katharina und ich unseren ersten Arbeitstag an dem College Protestante. Letzte Woche waren wir schon auf einer Konferenz, in der es darum ging, aufzuteilen, wer was unterrichtet und in welchen Klassen. Dort haben wir bereits einige Lehrer kennenlernen dürfen. Ich habe mich, nachdem wir jetzt ja schon einige Zeit hier sind, darauf gefreut, auch endlich arbeiten zu dürfen. Der Tag begann um 6:35 Uhr mit einer Art Gottesdienst. Dabei stehen die Schüler geordnet in Reihen, nach Klassen aufgeteilt, aufgestellt. Ein paar Lehrer gehen herum und sorgen für Ruhe. Der Gottesdienst ging bis halb acht, wann auch direkt die erste Stunde beginnt. Katharina und ich haben unsere eigenen Klassen bekommen, in denen wir Deutsch unterrichten werden. Das sind einmal die „Cinquième“ (entspricht der sechsten Klasse in Deutschland) und die „Quatrième“ ( entspricht der siebten Klasse). Insgesamt werden wir in den Klassen 10 Stunden in der Woche unterrichten. In den ersten beiden Stunden haben wir heute in der cinquième unterrichtet. Die Klasse war, im Gegensatz zum Durchschnitt der deutschen Klassen sehr, sehr groß. Es waren über 100 Schüler, die uns zu beginn etwas überforderten, da wir ganz alleine vor der Klasse standen und überhaupt nicht wussten, wie wir da jetzt Ruhe rein bringen können. Zum Glück kam dann ein Lehrer, der etwas Ruhe in den Klassenraum bringen konnte. Trotzdem standen Katharina und ich noch etwas ahnungslos da, weil wir beide nicht damit gerechnet haben, sofort am ersten Tag in den ersten Stunden, den Unterricht in einer so großen Klasse durchzuführen. Zumal wir auch noch überhaupt keine Ahnung hatten, wie viel Deutsch die Schüler schon im vergangenen Jahr gelernt haben, da es hier kein Lehrbuch gibt. Das macht das Unterrichten zwar etwas schwieriger, aber dafür kann man etwas lockerer arbeiten. Für den Einstieg haben wir mit den Schülern die Zahlen von eine bis zehn wiederholt, was sehr gut funktioniert hat, ach das Alphabet hat gut geklappt. Die ersten beiden Stunden gingen schnell vorbei und wir waren im Endeffekt ganz zufrieden mit der ersten Unterrichtsstunde, die doch etwas improvisiert gewesen ist. Die Schüler haben morgens drei Stunden Unterricht, dann eine 25 minütige Pause, in der es etwas zu Essen gibt, danach zwei stunden, worauf wieder eine 20 minütige Pause folgt, in der es etwas zu Essen gibt und dann gibt es, bis auf Montags noch drei weitere Stunden Unterricht, bis dann um 14:10 Schulschluss ist. Montags ist schon um 12:05 Uhr Schulschluss.Nach der ersten großen Pause mussten Katharina und ich dann in der quatrième unterrichten. Die Klasse war zum Glück etwas kleiner, aber eher unwesentlich. Als wir nach der Pause den Raum betraten, ist da schon ein anderer Lehrer gewesen und hat da unterrichtet. Er meinte wir können uns einfach zu den Schülern setzten, das haben wir dann auch getan, weil wir uns ziemlich sicher gewesen sind, dass wir im richtigen Raum gewesen sind. Nach der ersten Stunde ist der Lehrer auch gegangen und die zweite Stunde konnten wir nun unterrichten. Dort haben wir genau so angefangen, wie in der cinquième und wir waren sehr überrascht, was sich die Schüler alles über die langen Ferien behalten konnten ( normalerweise geht die Schule hier immer am 26.09.2016 los, dieses Jahr hat sich das aber, aufgrund einer Versammlung in Lomé, verschoben, und somit haben die Schüler drei Wochen länger Ferien gehabt. Aber es gibt echt Schlimmeres, als drei Wochen länger Ferien zu haben;) ). Es ist nicht sehr einfach, die Schüler ruhig zu halten, zumal sie alterstechnisch nicht viel jünger sind als wir. Wir versuchen, die Schüler, die am meisten stören, irgendwo anders hin zu setzen, aber da alle Plätze, aufgrund der großen Schüleranzahl, alle besetzt sind, klappt das auch nicht wirklich immer. Leider sind die Klassen zu groß, um Gruppenarbeiten oder dergleichen zu machen. Hier wird bloß Frontalunterricht gemacht, wo der Lehrer was erzählt und an die Tafel schreibt, während die Schüler im Idealfall zuhören und mitschreiben. Alles andere wäre zu aufwendig und sehr unübersichtlich.Ein Lehrer hat uns erzählt, dass hier die Klassen in zwei Hälften aufgeteilt werden, in A und B. während die eine Hälfte dann „Frei“ hat (jedoch im Raum und auf den Plätzen bleibt), wird auf der anderen Seite unterrichtet. Wir haben das aber jetzt noch nicht so gemacht, weil wir uns nicht vorstellen konnten, dass das so funktionieren kann, da die Schüler ja sogar schon laut sind, wenn man sie unterrichtet. Wie soll es dann denn sein wenn die eine Hälfte auch noch frei , und somit nichts zu tun hat?Am Dienstag haben wir keinen Unterricht, wir müssen zumindest keinen Unterricht geben. Eigentlich sollen wir am Französisch- und Eweunterricht teilnehmen, aber wir haben dazu noch keine genaueren Infos bekommen. Bald möchte ich auch noch im Kindergarten arbeiten, da die Schule ja nicht so lange geht, höchstens bis 14:10, und ich ja auch nicht den ganzen Tag da bin und unterrichte. Allerdings dürfen wir uns bald auch noch andere Fächer aussuchen, in denen wir den Lehrer „unterstützen“ können. Weil wir bis jetzt aber lediglich unsere Deutschstunden zugewiesen bekommen haben, werden wir den Dienstag dazu nutzen, den Unterricht vorzubereiten, um in den nächsten Stunden nicht ganz so hilflos dazustehen.

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Kommentare

  1. 1. Françoise Lloyd  |  20 Oktober 2016, 00:50

    Ich würde so gern da sein, und ein bißchen mit helfen. Bitte alles so aktiv wie möglich zu machen, mit Spiel, Singen und Partnerarbeit, kleine Gruppe usw....

 

 

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